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Dass bei Meinungsforschung und Umfragen allgemein immer was anderes heraus, je nachdem wie man fragt. Aber auch das wie muss mancheiner wohl noch lernen. Wie würdet ihr folgende Frage beantworten?

Verglichen mit den Gebühren anderer Hochschulen sind die an unserer Hochschule…

  • zu hoch.
  • angemessen.
  • zu niedrig.

Während die Profis die Fragen wenigstens so formulieren, dass am Ende feststeht, wie sich die Massen entscheiden, führt diese Formulierung gewollt oder ungewollt zu einem Widerspruch, dass man schon aufpassen muss, dass einem nicht der Kopf explodiert. Sicher finde ich, verglichen mit Verbrennen ist Kopfabhacken ist weit weniger grausame Hinrichtungsart. Aber trotzdem kann ich letzteres weder als angemessen noch zu human bezeichnen.

Der informierten Leser dürfte sich gleich im Klaren sein, dass der Titel hier ein falsches Zitat aus Casablanca ist. Im Original heißt es stattdessen „Play it once, Sam, for old times sake.“ Aber auch, wenn ich den Titel nur gewählt habe, da er recht einprägsam das Thema anstößt, so trifft die Unterscheidung zwischen „Play it again“ und „Play it once“ den Nagel doch viel eher auf den Kopf.

Es geht um Folgendes: Beim Hören enes Albums kommt es häufiger vor, dass ich einen Titel so gern mag, dass ich ihn mir durchaus einige Male hintereinander anhöre. Anstatt den Track aber automatisch wiederholen zu lassen – bei den meisten Abspielgeräten gibt es dazu eine Funktion mit der Bezeichnung „Replay 1“ oder ähnlich – erledigt meinereiner das eher per Hand. Jetzt bin ich aber auch nicht der Schnellste bzw. habe ich meinen Kopf hin und wieder bei anderen Dingen, was wiederum darin resultiert, dass der Titel hinter dem mir gefallenden auch einige Male gespielt wird. Read the rest of this entry »

Wenn man mit einem Industrieroboter, die allgemein gemeinsam haben dürften, dass sie sich nicht bewegen lassen, wenn sie ausgeschaltet sind, gegen den Not-Ausschalter fährt, muss man dann einen Schraubenschlüssel holen?

Und erklärt sich jemand bereit das zu testen? Steht ja nichts auf dem Spiel. Momentan dürften ja in etlichen Produktionshallen die Roboter lange Zeit nicht ausgelastet sein.

Vor allem von den Ermittlungsbehörden wird ja häufig behauptet, ein perfektes Verbrechen gäbe es nicht. Zwar kommen die realen Forensiker meist nicht an die Entsprechungen der verschiedensten Fernsehserien heran, aber wenn es schon möglich ist, verwertbare DNS ausgerissener Haare zu bekommen, dann tun sich Mörder schwer. Und hinterlässt man dann sogar noch einen Blutfleck, kann man seine Sachen eigentlich schon einpacken. Ich behaupte geradeheraus: „Es geht doch!“ Wie geht man also vor?

Methode 1: Den Tatort mit einem Tanklastzug voller hochexplosiver Flüssigkeiten vom Erdboden radieren? Eher nicht. Unabhängig von der Tatsache, dass ein Tanklastzug heutzutage relativ schwer zu beschaffen ist – vor allem, aber nicht nur, wenn er mit explosiven Flüssigkeiten gefüllt sein soll – führt das Fehlen eines solchen Gefährts meist zu tiefer Traurigkeit beim betroffenen Fuhrunternehmer. Das will man ja nicht. Noch dazu setzt sich der Fahrer eines Tanklastzugs voller hochexplosiver Flüssigkeiten nur unnötiger Gefahr aus. Read the rest of this entry »

Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern war für viele Zeitungen wieder Anlass für eine Schlagzeile. Der Sachverhalt dürfte den meisten wohl bekannt sein. Was die Ergebnisse der Studie sind, darauf gehe ich hier also nicht ein. In den meisten Zeitungen lautete der Titel des entsprechenden Artikels „Frauen verdienen weniger“ oder ähnliches. Und wenn diese Phrase nicht im Titel steht, dann mit großer Wahrscheinlichkeit im Text dazu. Mit einem glücklichen Händchen kann man das nicht umschreiben. Read the rest of this entry »

„I know regular expressions.“

Ich habe eine Theorie, nach der man auf exakt zwei verschiedene Arten Wertschätzung für geleistete Arbeit erhalten kann. Bereits in mehreren Fällen – nicht ausschließlich im betrieblichen sondern auch im sozialen Umfeld – konnte ich diese Theorie bestätigen. Von einem Beweis zu sprechen, das maße ich mir nicht an, aber es besteht Potential. Es ergeben sich folgende Möglichkeiten:

  • das eigene Schaffen zu betonen und den Umfang hochspielen
    Man nehme ein kleines Bisschen Hang zur Übertreibung und stelle klar, mit welch großen Hindernissen man zu tun hatte. Vom Dank für das Getane über die Begeisterung für das eigene Durchhaltevermögen bis zur Bemitleidung für die Unmengen an aufgewendeter Zeit kann alles dabei sein.
  • die Aufgaben herunterspielen
    Man optimiere die zur Lösung der Aufgabe eingesetzte Methode auf solch Weise, dass die für die Aufgabe investierte Zeit extrem schrumpft oder die Übertragbarkeit auf andere, vergleichbare Aufgaben gewährleistet ist. In Aussicht wird die Bewunderung der Fähigkeiten. Read the rest of this entry »

Wie direkt darf man einer Person sagen, das man nichts von einem gebrachten Vorschlag hält, um nicht dazustehen… naja… als hielte man nichts von einem gebrachten Vorschlag? Besonders knifflig ist die Frage, wenn man zwar gute Gründe für seinen Standpunkt hat und das Pro und Contra für sich selbst schon stundenlang gegeneinander abwägen konnte, aber man die komplette Argumentation nicht abliefern kann oder will. Das würde die komplette Exitstrategie zunichte machen, die man sich nach dem stundenlangen Abwiegen ebenfalls stundenlang ausgemalt hat.

So eine verdammte Zwickmühle aber auch. Ich möchte nicht mit mir tauschen.

Die momentan durch das Land – oder zumindest durch das von mir besuchte Unternehmen – ziehende Entlassungswelle hat meine Abteilung erwischt. Während sich die Situation im Betrieb insgesamt schon ein paar Wochen hinzieht, wurde das Wort Entlassung in meiner Umgebung eher als surreal aufgenommen. Man hoffte, dass alles keine zu großen Kreise ziehen wird; hoffte, dass sich die Lage rechtzeitig stabilisieren würde, bevor es zu den entscheidenden Aktionen kommt; man machte sogar Witze über das Thema – vielleicht um sich selbst einzureden, dass es nicht so schlimm kommen wird. Es kam so schlimm. Read the rest of this entry »

Selten ist es mir ergangen, dass ich so vor den Kopf gestoßen wurde wie kürzlich. Dass man nicht nach der Meinung anderer fragen sollte, wenn man die möglichen Antworten nicht akzeptieren will, das ist ja allgemein bekannt – soweit bin ich ja schon. Aber dass einen davon abgesehen auch von Dolchstiche in den am wenigsten erwarteten Augenblicken treffen können, das ist mir neu.

Allerdings bin ich mir sicher, dass die entsprechende Person keineswegs die Absicht zu solcher Tat hatte. Oder gar weiß, wie deplaziert meine Wenigkeit die gemachte Äußerung findet. Deshalb lasse ich auch die Diskussion darüber bleiben. Stattdessen gibts nur drei Worte: Großer Bogen drum

Beim letzten Kinobesuch ist eine interessante Frage aufgekommen: Muss ein Film eine unvorhersehbare Handlung haben, um gut zu sein? Nein, besser: Darf ein Film keine vorhersehbare Handlung haben, um gut zu sein?

Ob ein unvorhersehbarer Film schlecht sein kann, ist leicht zu beantworten. Die gibt es wie Sand am Meer. Aber macht es einen sonst durchaus ansehbaren Film – kompetente Schauspieler, passende Dialoge, stimmiger Soundtrack, … – zur verabscheuungswürdigen Vorstellung, nur weil Szenen vorkommen, bei denen man „Ich hab’s doch gewusst! Das war so klar!“ sagen kann? Hätte man sich die zwei Stunden sparen sollen, nur weil der Schurke wirklich „der Gärtner“ oder häufiger der engste Vertraute ist? Ist alles Gezeigte Müll, wenn sich der Held am Ende schließlich für das Allgemeinwohl und im Einklang mit der Vorhersage opfert?

Ich gebe zu, dass es bei manchem Film doch etwas stumpf herüberkommt, was geliefert wird, aber deswegen gleich den Teufel an die Wand malen? Mit obiger Begründung müssten ja generell alle Verfilmungen von historischen Ereignissen wegfallen; alle Filme zu bekannten Romanen, von den klischeehaften Superheldenfilmen ganz zu schweigen… Denn warum sollte man hier mit zweierlei Maß messen?

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  • Say Goodbye – Crematory

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