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Sicher ist dem Einen oder dem Anderen schon aufgefallen, dass die eine oder andere Webseite mit Hintergrundgrafiken „geschmückt“ sind, die sehr häufig aus gekachelten Einzelteilen aufgebaut sind. Bisher bin größtenteils auf solchen Seiten gelandet, die, soweit sie von dem Fliesen-Ding Gebrauch machen, sich auf solche Kacheln beschränken, die auch richtig kacheln – also einen nahtlosen Übergang bilden – oder bei denen es wenigstens nicht so auffällt, wenn die dies nicht tun.

Bis neulich. Ich wurde an einem Ort mit gleich zwei Sünden konfrontiert. Jemand hatte die bayerische Staatsflagge (in der Wacken-Ausführung) als Gestaltungsmerkmal auserkoren. Natürlich war dies ein Politiker, aber darum gehts hier nicht. Unter Umständen kann man es akzeptieren, dass der die Staatsflagge ausgesucht hat. Aber bei einem Muster, das ja geradezu erstellt wurde um zu kacheln und es am Ende nicht tut. Zumindest ich empfinde da großes Unbehaben. Ich bin da vielleicht ein kleiner Adrian Monk. Read the rest of this entry »

Wann werden es die Leute lernen? In Filmen können allgemein die abwegigsten Handlungen vorkommen. Das würde in der heutigen Zeit kaum mehr jemanden stören, sind wir ja einige Dinge gewohnt. Aber eines sollten sich die Drehbuchautoren hinter die Ohren schreiben. Sozusagen als goldene Regel fürs Filmgewerbe.

Außerirdische, die einfach nebenbei in die Handlung integriert werden, sind absolut tabu. Das soll nicht falsch verstanden werden. Ich habe nichts gegen Filme mit Außerirdischen. Wenn sich der komplette Film um die Viecher dreht, dann kann das sehr gut gehen. E.T., Independence Day oder Alien – klappt alles prima. Aber: Gibt es wirklich einen, der auf eine Handlung wie die von Knowing stolz ist? So etwas wäre als Drehbuchautor ein akzeptabler Grund, unter einem Pseudonym zu schreiben. Es folgt ein kleiner Spoiler, der über die bisherige Erwähnung von Außerirdischen hinausgeht. Dummerweise setze ich eine bekannte Handlung voraus. Sollte irgendjemand noch vor haben, den Film zu sehen, wovon ich dringend abrate, so sollte dieser jemand nicht weiterlesen. Read the rest of this entry »

…and it’s still a pig. So etwas ähnliches dachte sich wohl auch der Regensburger Journalist Stefan Aigner, als er auf Regensburg Digital in einer Kolumne schrieb, der Rüstungskonzern Diehl stelle Streumunition her. Dieser war offenbar nicht so überzeugt von Aigners Ausführungen und erwirkte kurzerhand eine einstweilige Verfügung, nachdem sich Aigner weigerte, die Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Kommt ja nicht gut, wenn da einfach einer meint, er könne einen Teil des Produktsortiments schlechtreden.

Am Montag war die Verhandlung zu dem Fall am Münchner Landgericht. Beide Parteien einigten sich in einem Vergleich darauf, dass Aigner die Verfügung akzeptiert und sich Diehl dafür sogar großzügigerweise der Prozesskosten erbarmt. Auch wenn mir ein anderes Ergebnis wesentlich lieber gewesen wäre, kann ich es natürlich verstehen, dass Stefan Aigner das Risiko eines ausartenden Prozesses nur ungern eingeht, wenn die eigene Existenz davon abhängen kann. Jetzt bleibt noch spannend, was der Konzern mit den anderen Redaktionen, die Diehl ebenfalls mit dem Unwort ettikettierten. Oder Österreich, die solche Exemplare mit dem Verweis auf die Klassifikation als Streubombe verboten hat. Oder die Vereinten Nationen, die eine Definition lieferten, nach der diese Teile des Katalogs genauso unter den Begriff fallen.

Waffen bauen, Sprache säubern ist ein lesenswerter Artikel der taz dazu vom Vortag, Vergleich im Prozess um „Streumunition“ einer vom Tag danach.

Schon seit jeher hat es sich in manchen Personenkreisen eingebürgert, andere Leute nicht mit dem Vornamen anzureden, sondern mit dem Nachnamen. Das muss nicht zwangsläufig etwas mit zu wahrender Distanz begründet sein, sondern könnte einfach damit zu tun haben, dass Dritten gegenüber – um Verwechslungen auszuschließen – auch eher der Nachname verwendet wird und man sich daran gewöhnt. Es gibt einfach mehr Variationen von Nachnamen als Vornamen (in meinem Bekanntenkreis) und Gleichheit ist weniger Wahrscheinlich… Die Müllers und Meiers einmal außen vor gelassen. Eine Erklärung könnte auch sein, dass man sich im Einzelfall eine oder zwei Silben sparen kann. Etwas für die ganz Faulen.

Wird jemand also mit seinem Nachnamen angesprochen, so empfinde ich das nicht zwangsläufig als unpassend oder unerhört. Meist ist es einfach eine dumme Angewohnheit.

Eine Ausnahme muss ich jedoch erwähnen: Ein Bekannter macht es ganz geschickt und meldet sich am Telefon jedes Mal mit „Kann ich bitte den <Nachname> haben?

In wahrscheinlich keiner Personengruppe ist der Anteil der naiven und bzw. oder populistischen Personen so groß wie in der der Politiker. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sich an die 100 Politiker in einer kleinen Runde treffen und ein Streubombenverbot unterzeichnen. Nicht, dass mich jemand falsch verstehen sollte: Keineswegs bin ich für den Einsatz von Streubomben. die sich schon gegenseitig die Köpfe einschlagen wollen, dann sollten sie gefälligst was nehmen, was keine dermaßen hohen Opfer in der Zivilbevölkerung verursacht. Aber wenn man das zusammenfast, was da in Oslo erreicht wurde, dann kommt doch kein vernünftiger Mensch daran vorbei, einzugestehen, dass das ein einziger Witz ist. Read the rest of this entry »

Wie ich dieses Wetter hasse. Das kann man ja kaum beschreiben. Nein, ich meine damit nicht die ganze Wintereinbruch-Situation der letzten paar Tage. Gegen den Schnee hätte ich per se eigentlich nichts, wenn es mir auch lieber wäre, gäbs nur die anderen drei Jahreszeiten.

Worauf ich hinaus will, ist die Tatsache, dass seit einem Zeitpunkt, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, welcher aber schon etliche Wochen zurück liegt, es am Wochenende keinen Sonnenschein mehr gegeben hat. Ich bin ja keine Person, die an die Witterung hohe Ansprüche stellt. Ich beschwere mich nicht, wenn man einen halben Meter Schnee schaufeln muss, ich meckere nicht, wenn der Wind weht, dass man sich im 45°-Winkel fortbewegen muss, ich jammere nicht, wenn einem die Lippen taub werden, sobald man das Haus verlässt und habe mich noch nie beklagt, wenn man fürs Laufen auf der Straße des Regens wegen eigentlich Gummistiefel bräuchte. Aber wenn man sich etwas recht simples vorgenommen hat und das nicht umsetzen kann, weil eineinhalb Monate lang in Folge jeder verfügbare Tag mit einer dicken und dichten Wolken-Nebel-Mischung gefüllt ist, dann stinkt einem das.

Und wie zum Trotz strahlt einem heute wieder die Sonne durch die Bürofenster ins Gesicht.

Wenn man nach Hause kommt und einem als „Begrüßung“ mitgeteilt wird, dass sich die Polizei nach einem erkundigt hat, so ist das nicht gerade das, was man gern bei der Ankunft hört. Während andere diese Institution gerne als „Freund und Helfer“ bezeichnen mögen, bin ich bei dem Wort eher vorsichtig. Was ist denn nun schon wieder? Wann bin ich wo zu schnell gewesen? So etwas schießt einem durch den Kopf, wenn sich von denen jemand rührt, ohne dass man darum gebeten hat.

Nachdem mein Gesichtsausdruch offenbar für genug Erheiterung beim Überbringer der Nachricht gesorgt hatte, wurde ich schließlich eingewiesen: Es handelte bzw. handelt sich um ein Anliegen, welches vor schätzungsweise vier Jahren dargelegt wurde. Selbst bei unseren Mühlen der Bürokratie und den ganzen Klischees über das Beamtentum finde ich das noch extrem. …allerdings: Etwas anderes als Schätzen bleibt mir wohl nicht übrig, denn wenn ich mich auch als Sammler bezeichnen würde, so gehöre ich doch nicht zu der Gruppe von Personen, die Dokumente zu einem Anliegen, bei der man aufgrund der verstrichenen Zeit schon vermutet, dass die sachbearbeitende Person unmittelbar vor der Antwort verstorben ist, lange aufbewahrt.

Nun ja -es arbeitet jemand daran. Ob auch etwas draus wird, das dann mal ein ganz anderes Kapitel. Wir werden sehn.

An dem (in den mir bekannten Medien ebenso dargestellten) Brauch, sich an Halloween zu verkleiden und durch die Straßen zu ziehen hat sich anscheinend einiges getan. Während man spontan bei dem Wort an etwa Sieben- bis Zwölfjährige denkt, die mit liebevoll gestalteten Verkleidungen unterwegs sind und sich wahrhaft freuen, wenn sie ihre Beute erhalten, sieht die Realität heute anders aus.

Gegenwärtig begegnet man Personen, die eher um den Dreh 15 sind. Verkleidet sind sie nicht mehr als Geist, Hexe oder Frankensteins Monster, sondern als… Jugendliche halt – selten findet man noch Schminke im Gesicht. Und ihre Intention ist es wohl nicht mehr Süßigkeiten zu sammeln, sondern auf einen unvorbereiteten Haushalt ohne Bonbons (oder leere Häuser – ja, bei denen machen die das auch) zu stoßen, bei dem sie sich mit Toilettenpapier und Eiern verausgaben können.

Das sind die Schutzgelderpresser von morgen. Und sagt nachher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Mit den Navigationssystemen ist das so ne Sache. Die sind immer nur so gut, wie das zur Verfügung gestellte Kartenmaterial. Nun bin ich wohl im Besitz eines ganz miserablen Exemplares. Zumindest gibt es Phasen, da würde ich das Ding am liebsten in die Tonne treten.

Das von mir verwendete Fahrzeug ist ein ganzes Stück davon entfernt, die Bodenfreiheit zu haben, mit der man sich Probleme bei jeder Bodenrinne einheimst. Den ein oder anderen Feldweg kann ich ohne Probleme nehmen. Doch wenn man vom Navigationssystem auf Wege geschickt wird, bei denen man am liebsten einen der Boliden fahren würde, die es auch über eine Ansammlung ausgeschlachteter Autos schaffen, oder bei denen man als Fußgänger selbst mit Gummisiefeln vorsichtig wäre (von den Wegen, die generell nur für Land- und Forstwirtschaft frei sind ganz zu schweigen), dann fragt man sich, ob man denn die richtige Zielgruppe für das Ding ist.

Ich glaube, ich besorge mir ein Flugzeug.

An der Hochschule wird schon Bescherung gefeiert, und das im September. Irgendjemand war der Meinung, dass es an der Zeit wäre, neue Monitore für einen der Rechnerräume zu besorgen. Man muss demjenigen eingestehen, dass die alten Geräte nicht mehr so ganz dem Stand der Technik gewachsen waren, trotz der Tatsache, dass es sich schon um Flachbildschirme handelte. Wann auch immer die Umstände ein Platzieren vor einem der Rechner erforderte, zog ich es vor, zuerst im CAD-Raum mit schicken, großen 22″ Displays zu gucken. Nur das Beste für die Konstrukteuere von morgen halt. Man hat ja soooo viele Werkzeugleisten mit so mancher Software in dem Bereich.

Aber mussten es für die letzte Umrüstaktion wirklich 24″ Schirme gewesen sein? Mittlerweile zähle ich ja auch zu den Studiengebühren-zahlenden Personen. Und was noch schlimmer kommt: Ich habe nicht mehr oft die Gelegenheit, die Rechner dort zu verwenden.

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