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Hin und wieder mag es vorkommen, dass man beim Geocachen an einer Station nicht weiter kommt. Das liegt eher daran, dass die beschriebenen Details verändert wurden, als dass man wirklich absolut auf dem Schlauch steht. Letzteres ist eher der Fall, wenn man am Zielort herumsucht. Aber nehmen wir einmal an, ein für den Cache erforderlicher Wegweiser wurde abmontiert. Die Zahl der Schilder fließt in die Finalkoordinaten ein. Ergo: Kein Schild, kein Cache.

Die naheliegende Vorgehensweise wäre es, die Suche abzubrechen, nach Hause zu fahren, eine erforderliche Wartung des Caches zu melden, und es eventuell ein paar Wochen später wieder zu versuchen, wenn entweder die Beschreibung abgeändert oder der Cache umgesiedelt wurde. Dabei gibt es einen riesigen Haken: Die Reise war an dem Tag umsonst.

Aus dieser Problemstellung und ein Bisschen Langeweile resultierte nun ein Programm, welches alle in Frage kommenden Koordinaten für die letzte Station so weit wie möglich einschränkt, je nachdem, wieviel man über die Herkunft der Zahlen weiß. Am Ende erhält man eine Liste aller Koordinaten. Alles wird dann benutzerfreundlich fertig als KML-Datei exportiert – also Google Earth-kompatibel aufbereitet. Ist eine Koordinate mitten in einem Haus, fällt der zugehörige Wert der Variable weg.

Das hört sich alles super an. Haken an der Sache sind halt, dass meinereiner unterwegs weder das Programm noch Earth dabei hat. Selbst wenn dem so wäre, liegen die zurückgegebenen Koordinaten meist auch an Positionen, bei denen man den Aufenthaltsort trotz Satellitenbild nicht ausschließen kann. Die Usability liegt damit bei etwa Null. Ach ja: Für diejenigen, die jetzt unter dieser Herangehensweise die Möglichkeit des Mogelns beim Cachen vermuten, da man ja die Finalkoordinaten auch ermitteln könnte, ohne je überhaupt eine der anderen Stationen zu besuchen: Bei einem normalen Multicache bekommt man leicht an die 50 Positionen in einem Bereich, der sich etwa über einen Quadratkilometer erstreckt. Bei Caches mit überdurchschnittlichen Stationen sieht man sogar den Untergrund vor lauter Placemarks nicht. Wenn man für die reguläre Route nicht gerade eine Felswand erklimmen müsste, dann ist die herkömliche Stationen-abklapper-Methode wesentlich angenehmer und schneller.

Beim Geocachen gibt es im Allgemeinen nicht viel zu beachten. Wenn man festes Schuhwerk dabei hat, annähernd die richtigen Klamotten (das gilt natürlich auch wenn man nicht gerade sucht) und vielleicht einen Stift für die Multicaches, dann reicht das eigentlich. Geht man auf Nummer sicher, dann nimmt man noch Ersatzbatterien fürs GPS-Gerät oder gar einen Taschenrechner, auch wenn die Aufgaben in den üblichen Multicaches leicht mit Kopfrechnen zu lösen sind. Kurz und bündig: man braucht sich eigentlich nicht vorbereiten. Andererseits gibt es durchaus Ereignisse, die einen daran erinnern, dass diese These nicht so wirklich stimmt. Read the rest of this entry »

Ich bin auf eine grandiose Beschäftigung gestoßen, die sowohl für konservative als auch für moderne Personen was ist… oder halt für Leute, die sich mit allen beiden identifizieren können, aber das tut jetzt nichts zur Sache. Das ganze nennt sich Geocaching. Wenn jemand das Bedürfnis verspüren sollte, mich aufgrund der Tatsache, dass ich erst jetzt davon erfahren habe auszulachen oder sonst irgendetwas zu tun, so sei darauf hingewiesen, dass jetzt ein geeigneter Zeitpunkt wäre.

Beim Geocaching geht es darum, dass von einigen Leuten kleine „Schätze“ in der Wildnis (das Wort verwende ich hier mal synonym für „außerhalb der eigenen vier Wände“) verstecken, und wahlweise die Koordinaten des Schatzes oder etwa ein Rätsel stellen mit ihnen als Lösung. In beiden Fällen macht sich der Sucher dann auf den Weg und versucht, den versteckten Gegenstand zu finden. Read the rest of this entry »

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