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In seinem äußerst noblen Bestreben, die Weltherrschaft den Weltfrieden herbeizuführen, bittet Tim Pritlove um eine groß angelegte Rückmeldung zu einer seiner Podcasts: Dem Chaosradio Express. Tim ergründet in jeder Episode mit (meist) einem Gast ein technisches oder gesellschaftliches Thema, größtenteils aus der Geek-Ecke. Als Belohnung gibts – wie passend – mehr von dem Ganzen.

Ich stelle jetzt einfach mal meine drei liebsten CRE-Folgen vor, wobei ich klipp und klar sage: Je nachdem, für was man sich interessiert, wird sicher jeder seine eigenen Themenvorlieben haben. Und ich muss gestehen, dass ich noch nicht mit allen durch bin.

  • 128: Wahlrecht und Wahlsysteme – für den Statistiker
  • 098: Der Mifare-Hack – für den Sachen-Auseinanderbauer
  • 106: Mikrokopter – für den Bastler

Mein Vorschlag: einmal die vollständige Liste der bereits erledigten Themen durchstöbern und dann die Lauscher ausrichten. Überhaupt böte sich ein CRE-Podcast für so undenkbar viele Themen an, dass die Lebenserwartung Tims oder die der Hörerschaft den Gedanken an eine von Chaosradio Express verdrängte Wikipedia bereits im Keim erstickt, aber in der Zwischenzeit erfreue ich mich einfach an den bisherigen und weiteren Episoden.
Insofern: Danke Tim!

Zum Schluß noch ein paar Worte zum Konzept: Die Dauer finde ich einen ziemlich guten Kompromiss zwischen einem notwendigen Eingehen auf die thematischen Punkte und einem Podcast, den man noch anhören kann ohne zwischendurch mal unterbrechen zu müssen. Von Empfehlungen von einzelnen Leuten, doch bitte vor dem Interview eine Art Agenda zu erstellen, an die man sich halten soll, bin ich kein Freund. Das gelegentliche Abschweifen gibt dem Interview durchaus einen gewissen Charme und hilft hin und wieder auch dem Verständnis.

Entsprechend den Vorgaben der Aktion als Blogkette gibts hier die Verkettung:
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Ich bin auf eine Aktion von Äwe vom Nymphental aufmerksam gemacht worden, in welcher die besten Soundtracks gesucht werden. Als sowohl Film- als auch Musikfanat kann ich nicht widerstehen und begebe mich auf die Suche nach einer Auswahl, von welcher ich glaube, sie ist eine Bereicherung für die Ohren. Zu jedem der Filme gibts einen Titel. Die Liste selbst habe ich mal nicht nach Gefallen oder ähnlichen Kriterien sondern der Einfachheit alphabetisch nach Filmtitel sortiert. Links auf YouTube oder ähnliches gibts von mir leider nicht, aber ich denke, die Lieder zum Reinhören sollten trotzdem bei Bedarf leicht zu finden sein. Ich wünsche ein angenehmes Hörerlebnis. Read the rest of this entry »

Mit folgendem Szenario möchte ich die Gelegenheit zur Erheiterung in einer Prüfungs-/Klausur-/Schulaufgabensituation geben. Im Vorfeld weise ich darauf hin, dass das Ganze nur bei Personal mit einem gewissen Mindestmaß an Humor ohne den Drang zur Überreaktion machen sollte. Und ich übernehme keine Verantwortung, sollte die zu verwirrende Person – unter Umständen auch nach dem Versuch einer mündlichen Klärung – von einem Unterschleif ausgehen.

Als Vorbereitung ist ein Komplize zu finden, welcher sich in der selben Situation wie man selbst befindet: Vor dem Schreiben einer beliebigen schriftlichen Arbeit. Dieser Komplize sollte sich aus später geschilderten Gründen so weit vom eigenen Sitzplatz wie möglich befinden. Bestenfalls wird zur Arbeit selbst ein zusätzliches Schmierblatt für Nebenrechnungen o. Ä. verwendet werden kann, aber von welchem die Abgabe gefordert wird. Und eventuell noch, wobei man für die Voraussetzungen nicht zu wählerisch sein sollte, dass man vor der Abgabe nichts von dieser Abgabepflicht weiß. Read the rest of this entry »

Es ist zum Teil erstaunlich, wie manche Dinge, denen man recht viel Zeit gewidmet hat, im Sand verlaufen. Andere widerum, die man anfangs eher in die Sinnlos-Schublade einordnen würde, erweisen sich als äußerst fruchtbar in Situationen, von welchen man nur wusste, dass man nicht in diese kommen möchte und jeden bemitleidet, der mit diesen zu kämpfen hat. Das hat jetzt nichts mit Optimismus und Pessimismus zu tun, passiert es ja in beide Richtungen. Eher mit „Man kann das schlecht einschätzen“, aber das ist eher Nebensache.

Auf alle Fälle sitze ich hier sozusagen bestens vorbereitet am Eingang der Drachenhöhle und bedauere nur, dass ich mich nicht schon früher auf diesen Weg begeben habe. „Komm her, du Ungeheuer!

Der informierten Leser dürfte sich gleich im Klaren sein, dass der Titel hier ein falsches Zitat aus Casablanca ist. Im Original heißt es stattdessen „Play it once, Sam, for old times sake.“ Aber auch, wenn ich den Titel nur gewählt habe, da er recht einprägsam das Thema anstößt, so trifft die Unterscheidung zwischen „Play it again“ und „Play it once“ den Nagel doch viel eher auf den Kopf.

Es geht um Folgendes: Beim Hören enes Albums kommt es häufiger vor, dass ich einen Titel so gern mag, dass ich ihn mir durchaus einige Male hintereinander anhöre. Anstatt den Track aber automatisch wiederholen zu lassen – bei den meisten Abspielgeräten gibt es dazu eine Funktion mit der Bezeichnung „Replay 1“ oder ähnlich – erledigt meinereiner das eher per Hand. Jetzt bin ich aber auch nicht der Schnellste bzw. habe ich meinen Kopf hin und wieder bei anderen Dingen, was wiederum darin resultiert, dass der Titel hinter dem mir gefallenden auch einige Male gespielt wird. Read the rest of this entry »

Wann werden es die Leute lernen? In Filmen können allgemein die abwegigsten Handlungen vorkommen. Das würde in der heutigen Zeit kaum mehr jemanden stören, sind wir ja einige Dinge gewohnt. Aber eines sollten sich die Drehbuchautoren hinter die Ohren schreiben. Sozusagen als goldene Regel fürs Filmgewerbe.

Außerirdische, die einfach nebenbei in die Handlung integriert werden, sind absolut tabu. Das soll nicht falsch verstanden werden. Ich habe nichts gegen Filme mit Außerirdischen. Wenn sich der komplette Film um die Viecher dreht, dann kann das sehr gut gehen. E.T., Independence Day oder Alien – klappt alles prima. Aber: Gibt es wirklich einen, der auf eine Handlung wie die von Knowing stolz ist? So etwas wäre als Drehbuchautor ein akzeptabler Grund, unter einem Pseudonym zu schreiben. Es folgt ein kleiner Spoiler, der über die bisherige Erwähnung von Außerirdischen hinausgeht. Dummerweise setze ich eine bekannte Handlung voraus. Sollte irgendjemand noch vor haben, den Film zu sehen, wovon ich dringend abrate, so sollte dieser jemand nicht weiterlesen. Read the rest of this entry »

Hin und wieder mag es vorkommen, dass man beim Geocachen an einer Station nicht weiter kommt. Das liegt eher daran, dass die beschriebenen Details verändert wurden, als dass man wirklich absolut auf dem Schlauch steht. Letzteres ist eher der Fall, wenn man am Zielort herumsucht. Aber nehmen wir einmal an, ein für den Cache erforderlicher Wegweiser wurde abmontiert. Die Zahl der Schilder fließt in die Finalkoordinaten ein. Ergo: Kein Schild, kein Cache.

Die naheliegende Vorgehensweise wäre es, die Suche abzubrechen, nach Hause zu fahren, eine erforderliche Wartung des Caches zu melden, und es eventuell ein paar Wochen später wieder zu versuchen, wenn entweder die Beschreibung abgeändert oder der Cache umgesiedelt wurde. Dabei gibt es einen riesigen Haken: Die Reise war an dem Tag umsonst.

Aus dieser Problemstellung und ein Bisschen Langeweile resultierte nun ein Programm, welches alle in Frage kommenden Koordinaten für die letzte Station so weit wie möglich einschränkt, je nachdem, wieviel man über die Herkunft der Zahlen weiß. Am Ende erhält man eine Liste aller Koordinaten. Alles wird dann benutzerfreundlich fertig als KML-Datei exportiert – also Google Earth-kompatibel aufbereitet. Ist eine Koordinate mitten in einem Haus, fällt der zugehörige Wert der Variable weg.

Das hört sich alles super an. Haken an der Sache sind halt, dass meinereiner unterwegs weder das Programm noch Earth dabei hat. Selbst wenn dem so wäre, liegen die zurückgegebenen Koordinaten meist auch an Positionen, bei denen man den Aufenthaltsort trotz Satellitenbild nicht ausschließen kann. Die Usability liegt damit bei etwa Null. Ach ja: Für diejenigen, die jetzt unter dieser Herangehensweise die Möglichkeit des Mogelns beim Cachen vermuten, da man ja die Finalkoordinaten auch ermitteln könnte, ohne je überhaupt eine der anderen Stationen zu besuchen: Bei einem normalen Multicache bekommt man leicht an die 50 Positionen in einem Bereich, der sich etwa über einen Quadratkilometer erstreckt. Bei Caches mit überdurchschnittlichen Stationen sieht man sogar den Untergrund vor lauter Placemarks nicht. Wenn man für die reguläre Route nicht gerade eine Felswand erklimmen müsste, dann ist die herkömliche Stationen-abklapper-Methode wesentlich angenehmer und schneller.

Viele beklagen sich ja ständig, dass Deutschland zu den Ländern gehört, in denen nicht sonderlich viel Wert auf die Unterstützung eines (potentiellen) Kunden gelegt wird. Woanders, so könnte man meinen, kann man in den Läden nicht einmal mehr Bummeln, da sich das Gesicht eines sich zur Verfügung stellenden Verkäufers zwischen die Regale und einem selbst schiebt, sobald man sich umdreht.

Hier jedoch ist die Suche nach einem Angestellten, der einen bei einer sich ergebenden Frage eine Antwort liefern könnte, gleichzusetzen mit einer Pirsch: In einem großen Areal hält man Ausschau nach einem hilflos umherstehenden Verkäufer, der sich nicht rechtzeitig wie seine Artgenossen in Deckung bringen konnte. Hat man sich sein Opfer auserkoren bleibt noch das Anschleichen und natürlich das Zuvorkommen vor den Massen an restlicher Kundschaft, die ebenfalls ein Auge auf das Objekt der Begierde geworfen haben. Ist dann auch dieser Schritt erfolgreich gemeistert worden, hat man ihn dann schließlich ganz für sich allein: den absolut überforderten und deplatzierten Mitarbeiter, der auf jede Frage, die nicht auf den Preis der Ware ausgerichtet ist, mit einem kurzen „Ääääähhhhm, weiß ich nicht!“ zurückfeuern.

Immerhin: Es geht auch anders! Im Prinzip wenigstens. Denn während sich die Leute, von denen ich rede, Mühe geben zu versuchen, in einem Job ohne Freiheiten zur eigenen Gestaltung dem Kunden positiv aufzufallen, muss ich mir eigentlich jedes Mal das Lachen verkneifen, wenn ich mit ihnen in Kontakt trete. Jene lustigen Gesellen des Kinopersonals, die einem beim Entwerten der Karte Reihe und Sitzplatznummer vorlesen.

Das Rätsel mit dem Namen Sudoku dürfte wohl mittlerweile jedem bekannt sein. Ob er nun das Lösen beherrscht oder nicht, davon sei hier nicht die Rede. Da meinereiner durchaus einige Kniffe zum Finden der Lösung eines Feldes kennt, ist es für mich wesentlich spannender, mit welchen Methoden diese erstellt werden. Aber egal welches Verfahren eingesetz werden dürfte, ich erlaube mir vorherzusagen, dass in der heutigen Zeit keiner mehr mit Papier und Bleistift mit dieser Aufgabe beschäftigt ist. Da gibt es ein nettes Computerprogramm – wo dieses auch immer herkommen mag – und dieses spuckt dann die Zahlen in exportierbarer Form aus.

So lautet zumindest meine Theorie. Wieviel das mit der Realität zu tun hat, ist mir offen. Allerdings kann ich mir für den Fall, dass jenes zutrifft, nicht erklären, wie es zu einem solchen Patzer der Redaktion der rtv – einer Fernsehprogrammzeitschrift, welche als Beilage zu diversen Tageszeitungen vertrieben wird – oder eben der Agentur, welche sich um die Rätsel kümmert, kommen konnte. In Ausgabe 48 ist folgendes Feld abgedruckt:

Sudoku

Für den geübten Blick offenbart sich sofort, was an dem Ding vermurxt wurde. Aber warum? Ich meine doch, Copy&Paste beherrscht heutzutage jeder, der so einen Job inne hat.

Meinereiner ist auf einen tollen Song aufmerksam gemacht worden, welcher optimal dafür geeignet ist, ein paar Leute mal so wirklich zu überraschen. Es handelt sich um das Lied „Wenn ich tot bin …“ von Luna Luna. Folkrock vom Feinsten.

Wenn ich tot bin, dann sollst du tanzen.

Ich hab mir fest vorgenommen, den Musikwunsch für so einen Titel als letzten Willen für meine Beisetzung aufzunehmen… natürlich ohne Vorwarnung der Anwesenden. Da bekommt der Begriff Trauerfeier wieder eine ganz neue Bedeutung. Welch ein Jammer, dass die Sache an sich es ist, die verhindert, dass man die Reaktion darauf miterleben kann, wenns mal soweit ist.

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