Wenn man nach Hause kommt und einem als „Begrüßung“ mitgeteilt wird, dass sich die Polizei nach einem erkundigt hat, so ist das nicht gerade das, was man gern bei der Ankunft hört. Während andere diese Institution gerne als „Freund und Helfer“ bezeichnen mögen, bin ich bei dem Wort eher vorsichtig. Was ist denn nun schon wieder? Wann bin ich wo zu schnell gewesen? So etwas schießt einem durch den Kopf, wenn sich von denen jemand rührt, ohne dass man darum gebeten hat.

Nachdem mein Gesichtsausdruch offenbar für genug Erheiterung beim Überbringer der Nachricht gesorgt hatte, wurde ich schließlich eingewiesen: Es handelte bzw. handelt sich um ein Anliegen, welches vor schätzungsweise vier Jahren dargelegt wurde. Selbst bei unseren Mühlen der Bürokratie und den ganzen Klischees über das Beamtentum finde ich das noch extrem. …allerdings: Etwas anderes als Schätzen bleibt mir wohl nicht übrig, denn wenn ich mich auch als Sammler bezeichnen würde, so gehöre ich doch nicht zu der Gruppe von Personen, die Dokumente zu einem Anliegen, bei der man aufgrund der verstrichenen Zeit schon vermutet, dass die sachbearbeitende Person unmittelbar vor der Antwort verstorben ist, lange aufbewahrt.

Nun ja -es arbeitet jemand daran. Ob auch etwas draus wird, das dann mal ein ganz anderes Kapitel. Wir werden sehn.