Es ist ne Weile her, dass ein richtig guter Film ins Kino kam. Die ganze Zeit seit dem blieben zwei Alternativen: Schund angucken (dazu zählt auch der Schund, den man sich anguckt im Glauben es sei ein guter Film) oder Abwarten. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass mich das Erscheinen von The Dark Knight fröhlich stimmte. Über den Film selbst will ich hier wenig loslassen, das erfährt jeder am besten selbst oder von einem Filmkritiker seines Vertrauens.
Eigentlich geht es vielmehr um die Tatsache, dass sich das ein oder andere Kino nicht die Mühe macht, sich auch nur ein klein Bisschen um das Thema Filmlängen/Startzeiten zu scheren. Lange Rede, kurzer Sinn: Man spurtet zur in der Lokalpresse als Anzeige abgedruckten Uhrzeit des Beginns der Spätvorstellung ins Kino, kauft, stehend unter einem großen Monitor mit selber Startzeit für den Film, am Schalter die Karten (bedient von einer freundlichen Person, die zwar keine – wie sich demnächst herausstellen sollte notwendigen – Informationen abgibt, aber sich immerhin noch die Mühe macht, die Studentenausweise zu kontrollieren) und geht in den richtigen Saal. Der Film hat schon angefangen. War ja klar, man ist ja auch eine Hand voll Minuten zu spät. Anhand der Dialoge ist man versucht zu erkennen, wie viel verpasst wurde. Schon langsam dämmert es einem, dass da einiges fehlt, was dann schließlich mit dem Erscheinen des Abspanns nach 20 Minuten zur Gewissheit wird. Dumm gelaufen!
Natürlich sieht man den Film „nochmal“ an, aber die Spannung ist weg – zumindest ab dem Zeitpunkt, ab dem man wirklich kapiert, um was es am Ende gegangen ist. Das ist meine persönliche Zeitreise. Und selbst wenn es Filme gibt, bei denen ein nichtchronologischer Verlauf den Film deutlich verbessert (Pulp Fiction), überhaupt erst möglich macht (Memento) oder wenigstens nicht darunter leidet (die Episoden von Star Wars), Dark Knight gehört nicht zu den Filmen, bei denen man so etwas ausprobieren sollte.


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