Mit folgendem Szenario möchte ich die Gelegenheit zur Erheiterung in einer Prüfungs-/Klausur-/Schulaufgabensituation geben. Im Vorfeld weise ich darauf hin, dass das Ganze nur bei Personal mit einem gewissen Mindestmaß an Humor ohne den Drang zur Überreaktion machen sollte. Und ich übernehme keine Verantwortung, sollte die zu verwirrende Person – unter Umständen auch nach dem Versuch einer mündlichen Klärung – von einem Unterschleif ausgehen.

Als Vorbereitung ist ein Komplize zu finden, welcher sich in der selben Situation wie man selbst befindet: Vor dem Schreiben einer beliebigen schriftlichen Arbeit. Dieser Komplize sollte sich aus später geschilderten Gründen so weit vom eigenen Sitzplatz wie möglich befinden. Bestenfalls wird zur Arbeit selbst ein zusätzliches Schmierblatt für Nebenrechnungen o. Ä. verwendet werden kann, aber von welchem die Abgabe gefordert wird. Und eventuell noch, wobei man für die Voraussetzungen nicht zu wählerisch sein sollte, dass man vor der Abgabe nichts von dieser Abgabepflicht weiß. Read the rest of this entry »

In den letzten Tagen wurde bekannt, dass die Spitzenkandidatin der FDP für die Europawahl 2009 nicht gerade durch ihre Anwesenheit in den entsprechenden Gremien geglänzt hat. Die ursprünglichen Zahlen des Parlaments wurden zwar relativ schnell mit Berücksichtigung des Zeitraums, in dem Silvana Koch-Mehrin in Mutterschutz war, nach oben korrigiert. Das Problem ist jetzt, dass Frau Koch-Mehrin nicht auf die korrigierten Zahlen kommt.

Aus der Presseerklärung geht hervor, dass die korrekte Methode zur Berechnung die Addition der Mutterschutztage zu den Anwesenheitstagen sei und nicht die Subtraktion der Mutterschutztage von der Zahl der stattgefundenen Sitzungen. Alles nach den “Regularien des Europäischen Parlaments“. Diese habe ich zwar bis jetzt nicht finden können, aber das ist jetzt kein Vorwurf an die Politikerin, wenn auch eine Quellenangabe nicht geschadet hätte. Read the rest of this entry »

Oben getätigte Aussage bezieht sich, wie ich feststellen musste, nicht ausschließlich auf die Konfliktbewältigung, zu der man den Spruch ja sehr häufig hört. Vielmehr geht sie eher in die Richtung eines unumstößlichen Gesetzes. Eine Symbiose aus Newtons und Murphys Law.

Um es auf den Punkt zu bringen: Beim Trimmen eines Bartes ist stets darauf zu achten, dass durch den Vorgang des Aufdrücken des entsprechenden Gerätes die Haarlängeneinstellung dejustiert wird. So etwas passiert schneller als einem (ja, damt bin ich gemeint) lieb ist. Bemerkt wird das eigentlich recht schnell. Nur führt eine Berücksichtigung von Symmetrien letztendlich dazu, dass auch der Rest schonungslos gestutzt werden muss. Die ganze “Arbeit” von Wochen ist also für die Katze. Aber in einer Hinsicht bin ich zuversichtlich: Der kommt wieder.

Es ist zum Teil erstaunlich, wie manche Dinge, denen man recht viel Zeit gewidmet hat, im Sand verlaufen. Andere widerum, die man anfangs eher in die Sinnlos-Schublade einordnen würde, erweisen sich als äußerst fruchtbar in Situationen, von welchen man nur wusste, dass man nicht in diese kommen möchte und jeden bemitleidet, der mit diesen zu kämpfen hat. Das hat jetzt nichts mit Optimismus und Pessimismus zu tun, passiert es ja in beide Richtungen. Eher mit “Man kann das schlecht einschätzen”, aber das ist eher Nebensache.

Auf alle Fälle sitze ich hier sozusagen bestens vorbereitet am Eingang der Drachenhöhle und bedauere nur, dass ich mich nicht schon früher auf diesen Weg begeben habe. “Komm her, du Ungeheuer!

Der informierten Leser dürfte sich gleich im Klaren sein, dass der Titel hier ein falsches Zitat aus Casablanca ist. Im Original heißt es stattdessen “Play it once, Sam, for old times sake.” Aber auch, wenn ich den Titel nur gewählt habe, da er recht einprägsam das Thema anstößt, so trifft die Unterscheidung zwischen “Play it again” und “Play it once” den Nagel doch viel eher auf den Kopf.

Es geht um Folgendes: Beim Hören enes Albums kommt es häufiger vor, dass ich einen Titel so gern mag, dass ich ihn mir durchaus einige Male hintereinander anhöre. Anstatt den Track aber automatisch wiederholen zu lassen – bei den meisten Abspielgeräten gibt es dazu eine Funktion mit der Bezeichnung “Replay 1” oder ähnlich – erledigt meinereiner das eher per Hand. Jetzt bin ich aber auch nicht der Schnellste bzw. habe ich meinen Kopf hin und wieder bei anderen Dingen, was wiederum darin resultiert, dass der Titel hinter dem mir gefallenden auch einige Male gespielt wird. Read the rest of this entry »

Niemand darf wegen seiner oder der genetischen Eigenschaften einer genetisch verwandten Person, wegen der Vornahme oder Nichtvornahme einer genetischen Untersuchung oder Analyse bei sich oder einer genetisch verwandten Person oder wegen des Ergebnisses einer solchen Untersuchung oder Analyse benachteiligt werden.

Entwurf des Gendiagnostikgesetzes, §4, Absatz 1

Hach, das hört sich doch toll an, nicht?

Aber andererseits muss ja der Versicherer nicht einmal einen Gentest fordern, wenn er die Sache nur geschickt anstellt. Ich bin kein Jurist, aber bei der Sache würde ich doch lieber mal nachbohren: Muss das Unternehmen denn die benachteiligen, die das “schlechtere” Erbmaterial haben?

V: “Das macht dann voraussichtlich vier Euro. Es sei denn, Sie weigern sich uns einen Gentest durchführen zu lassen. In diesem Fall müssen wir leider fünf Euro berechnen.”
K: “Was bilden Sie sich ein? Ist ja unerhört.”
V: “Oh, tut uns Leid, hier liegt ein Missverständnis meinerseits vor. Unser Service kostet fünf Euro. Es sei denn, Sie erlauben uns, einen Gentest durchzuführen. Sollten Sie das tun, können wir die für Sie anfallenden Kosten auf bis zu vier Euro reduzieren.”
K: “Echt? Das ist aber praktisch.”

Ist ja das Gleiche? Nö. Es unterscheidet sich in der Hinsicht, als dass die eine Variante hunderttausende auf die Straße treiben und die Presse auf Hochtouren anprangern würde, die Andere hingegen bewirkt, dass etliche Leute Rabatte wittern und gleich nach dem Kuli für den Vertrag fragen würden. Ja, Geiz ist (immer noch) geil. Und wenn jeden Tag ein neues Institut in den Zeitungen prognostiziert, dass es mit der Wirtschaft den Bach runter geht, dann holt man sich wenigstens noch mit Rabatten und Bonuskarten alles raus, was man kriegen kann, ohne zu merken, dass man mächtig aufs Kreuz gelegt wird. Und wer meint, das macht kein Unternehmen, weil die Öffentlichkeit das merken und nicht tolerieren würde: Das ist zwar kein Versicherungsunternehmen, aber die haben den Trend auch schon längst erkannt. Und die 20%-auf-alles-Firma hat auch nur den falschen Slogan gewählt. Ansonsten sind sie prima damit gefahren.

Wenn man mit einem Industrieroboter, die allgemein gemeinsam haben dürften, dass sie sich nicht bewegen lassen, wenn sie ausgeschaltet sind, gegen den Not-Ausschalter fährt, muss man dann einen Schraubenschlüssel holen?

Und erklärt sich jemand bereit das zu testen? Steht ja nichts auf dem Spiel. Momentan dürften ja in etlichen Produktionshallen die Roboter lange Zeit nicht ausgelastet sein.

Wann werden es die Leute lernen? In Filmen können allgemein die abwegigsten Handlungen vorkommen. Das würde in der heutigen Zeit kaum mehr jemanden stören, sind wir ja einige Dinge gewohnt. Aber eines sollten sich die Drehbuchautoren hinter die Ohren schreiben. Sozusagen als goldene Regel fürs Filmgewerbe.

Außerirdische, die einfach nebenbei in die Handlung integriert werden, sind absolut tabu. Das soll nicht falsch verstanden werden. Ich habe nichts gegen Filme mit Außerirdischen. Wenn sich der komplette Film um die Viecher dreht, dann kann das sehr gut gehen. E.T., Independence Day oder Alien – klappt alles prima. Aber: Gibt es wirklich einen, der auf eine Handlung wie die von Knowing stolz ist? So etwas wäre als Drehbuchautor ein akzeptabler Grund, unter einem Pseudonym zu schreiben. Es folgt ein kleiner Spoiler, der über die bisherige Erwähnung von Außerirdischen hinausgeht. Dummerweise setze ich eine bekannte Handlung voraus. Sollte irgendjemand noch vor haben, den Film zu sehen, wovon ich dringend abrate, so sollte dieser jemand nicht weiterlesen. Read the rest of this entry »

Hin und wieder mag es vorkommen, dass man beim Geocachen an einer Station nicht weiter kommt. Das liegt eher daran, dass die beschriebenen Details verändert wurden, als dass man wirklich absolut auf dem Schlauch steht. Letzteres ist eher der Fall, wenn man am Zielort herumsucht. Aber nehmen wir einmal an, ein für den Cache erforderlicher Wegweiser wurde abmontiert. Die Zahl der Schilder fließt in die Finalkoordinaten ein. Ergo: Kein Schild, kein Cache.

Die naheliegende Vorgehensweise wäre es, die Suche abzubrechen, nach Hause zu fahren, eine erforderliche Wartung des Caches zu melden, und es eventuell ein paar Wochen später wieder zu versuchen, wenn entweder die Beschreibung abgeändert oder der Cache umgesiedelt wurde. Dabei gibt es einen riesigen Haken: Die Reise war an dem Tag umsonst.

Aus dieser Problemstellung und ein Bisschen Langeweile resultierte nun ein Programm, welches alle in Frage kommenden Koordinaten für die letzte Station so weit wie möglich einschränkt, je nachdem, wieviel man über die Herkunft der Zahlen weiß. Am Ende erhält man eine Liste aller Koordinaten. Alles wird dann benutzerfreundlich fertig als KML-Datei exportiert – also Google Earth-kompatibel aufbereitet. Ist eine Koordinate mitten in einem Haus, fällt der zugehörige Wert der Variable weg.

Das hört sich alles super an. Haken an der Sache sind halt, dass meinereiner unterwegs weder das Programm noch Earth dabei hat. Selbst wenn dem so wäre, liegen die zurückgegebenen Koordinaten meist auch an Positionen, bei denen man den Aufenthaltsort trotz Satellitenbild nicht ausschließen kann. Die Usability liegt damit bei etwa Null. Ach ja: Für diejenigen, die jetzt unter dieser Herangehensweise die Möglichkeit des Mogelns beim Cachen vermuten, da man ja die Finalkoordinaten auch ermitteln könnte, ohne je überhaupt eine der anderen Stationen zu besuchen: Bei einem normalen Multicache bekommt man leicht an die 50 Positionen in einem Bereich, der sich etwa über einen Quadratkilometer erstreckt. Bei Caches mit überdurchschnittlichen Stationen sieht man sogar den Untergrund vor lauter Placemarks nicht. Wenn man für die reguläre Route nicht gerade eine Felswand erklimmen müsste, dann ist die herkömliche Stationen-abklapper-Methode wesentlich angenehmer und schneller.

Vor allem von den Ermittlungsbehörden wird ja häufig behauptet, ein perfektes Verbrechen gäbe es nicht. Zwar kommen die realen Forensiker meist nicht an die Entsprechungen der verschiedensten Fernsehserien heran, aber wenn es schon möglich ist, verwertbare DNS ausgerissener Haare zu bekommen, dann tun sich Mörder schwer. Und hinterlässt man dann sogar noch einen Blutfleck, kann man seine Sachen eigentlich schon einpacken. Ich behaupte geradeheraus: “Es geht doch!” Wie geht man also vor?

Methode 1: Den Tatort mit einem Tanklastzug voller hochexplosiver Flüssigkeiten vom Erdboden radieren? Eher nicht. Unabhängig von der Tatsache, dass ein Tanklastzug heutzutage relativ schwer zu beschaffen ist – vor allem, aber nicht nur, wenn er mit explosiven Flüssigkeiten gefüllt sein soll – führt das Fehlen eines solchen Gefährts meist zu tiefer Traurigkeit beim betroffenen Fuhrunternehmer. Das will man ja nicht. Noch dazu setzt sich der Fahrer eines Tanklastzugs voller hochexplosiver Flüssigkeiten nur unnötiger Gefahr aus. Read the rest of this entry »

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